TREBEL.DE
TREBEL.DE

Geschichte

Spuren des Krieges

Im 17. und 18. Jahrhundert erlebten Kirche und Gemeinde schwere Zeiten. Zahlreiche Kriege und Seuchen dezimierten Bevölkerung und Seelsorger. So musste beispielsweise der Pastor Simon Staake ab 1643 nicht nur Dörfer um Trebel und Gorleben, sondern auch die Ortschaften Lanze und Woltersdorf kirchlich betreuen. Bis 1892 litt die hiesige Bevölkerung unter Seuchen wie Pest und Cholera.

Auf dem Friedhof in Trebel finden sich Spuren des ersten und zweiten Weltkriegs. Den zahlreichen Kriegstoten an den Fronten im Osten und Westen aus den Gemeinden Trebel und Gorleben wurden 1922 Gedenksteine gesetzt. Der Faschismus in Deutschland ging auch an Trebel nicht vorüber. Pastor Rauterberg, welcher der "Bekennenden Kirche" angehörte, hatte es schwer, gegen die Spaltungsbemühungen der nazi-orientierten "Deutschen Christen" die Gemeinde zusammenzuhalten. Bereits im Juli 1933 stellten die "Deutschen Christen" eine eigene Wahlliste für den Kirchenvorstand auf und verdrängten die "Bekenntnisfront". Die "Ev. Frauenhilfe", die von Frau Rauterberg geleitet wurde, entstand im Jahre 1931. Trotz vielfältiger Bemühungen der Nazis, den dazugehörigen "Jungmädchenkreis", der zeitweilig 100 Teilnehmerinnen zählte zu unterbinden, konnnte er bis in die Kriegsjahre hinein gehalten werden. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden Trebels Kirchenglocken wieder zu Kanonen umgearbeitet.

Dieser Krieg hinterlies starke Spuren in der Gemeinde: Fast jede Familie war durch Kriegsopfer betroffen; die Jahre der Naziherrschaft hatten die Bevölkerung gespalten. Eine große Zahl von Flüchtlingen aus dem verlorenen Osten Deutschlands und aus der sowjetischen Besatzungszone gab der Gemeinde ein neues Gesicht. Ein gemeinsames Grab von z. T. unbekannten deutschen und russischen Soldaten auf dem Friedhof in Trebel zeugt auch heute noch von den Ereignissen aus dunkelster deutscher Geschichte.

Startseite Home)Startseite
(Home)
übergeordnete Seite (Gemeinde)übergeordnete Seite
(Gemeinde)
Seitenanfang (Geschichte)Seitenanfang
(Geschichte)