Kiekemarkt

Am 1. Mai wurde wieder „gekiekt“
Kiekemarkt von 11 bis 18 Uhr mit großem Programm
„Der Trebeler Kiekemarkt blickt auf eine lange Tradition zurück – und doch haben wir in jedem Jahr einige Neuheiten zu bieten“, berichtet Thorsten Hensel, der Vorsitzende des Trebeler Markt- und Gewerbevereins. Der beliebte Jahrmarkt im Dorfzentrum ist eine der ältesten Veranstaltungen in der gesamten Region. Urkundlich bereits 1548 erwähnt, schlief das Markttreiben in Trebel nach Jahrhunderten in den 1960er Jahren irgendwann ein – bis es am 1. Mai 2008 durch den Markt- und Gewerbeverein wiederbelebt wurde. Der Name „Kiekemarkt“ bezieht sich auf das „Auskieken“ von potenziellen Bräuten und auf dem „Griepemarkt“ wurde zugegriffen. Der Griepemarkt findet aber seit einigen Jahren nicht mehr statt.
Am 1. Mai begann der Eröffnungsgottesdienst auf dem Pfarrhof mit Pastor Sascha Hintzpeter um 10 Uhr, der musikalisch vom Trebeler Posaunenchor unter der Leitung von Volker Breese begleitet wurde. Gegen 11 Uhr erfolgte dann die offizielle Eröffnung des Kiekemarktes auf dem Kirchenhügel am Pfarrhaus durch Bürgermeister Torsten Breese, Heidekönigin Selina Hintze und Pastor Sascha Hintzpeter.
Der Kiekemarkt besteht immer aus zwei Ausstellungsflächen: 45 Aussteller hatten ihre Stände und Buden aufgebaut. Auf dem Marktplatz mit den Trebeler Bauernstuben befindet sich der Jahrmarkt, die Gewerbeschau und der Pflanzenmarkt.
Wer kunsthandwerkliche Schätze sucht, wurde in der Bäckerstraße fündig. Viele Stände, darunter auch einige neue, boten individuelle Kreationen und regionale Spezialitäten. Auch dort war für das leibliche Wohl gesorgt. Im Gemeindehaus öffnete zudem die Grundschule Trebel ihr Marktcafé mit Kaffee, Kuchen und Torten.
Für die jüngsten Gäste sorgte die Ortsfeuerwehr Trebel mit einem Spiel- und Übungsplatz für Spaß und Unterhaltung. Magische Momente zauberte Stephan Krauß aus Uelzen. Für die kleinen Gäste hatte der Magier erneut viele Überraschungen parat. Für die Jüngsten lockten außerdem ein Kinder-Karussell, ein Hochsprung-Trampolin und der Mandelwagen auf dem Jahrmarkt.
Zwischen den beiden Marktflächen befindet sich die Kuhtrift, ein Verbindungsweg, auf dem früher die Kühe durchs Dorf getrieben wurden. Heute fährt dort am Markttag eine Feldbahn auf den Gleisen, die Nachfolgerin der Solarbahn, die an vielen Markttagen seit 2008 im Einsatz war. Mit 170 Metern ist sie die wohl kürzeste Bahnstrecke der Welt. „Die Solarbahn verband die beiden Bereiche des Festes, die Bäckerstraße und den Marktplatz“, berichtet Thorsten Hensel. „Irgendwann ging die Bahn kaputt, der betreibende Ingenieur hatte sie aus Altersgründen nicht mehr instandgesetzt.“
Steckenpferde wieder dabei
Auch in diesem Jahr gab es in der Bäckerstraße am Stand der Ortsfeuerwehr Trebel wieder zwei Vorführungen des Hobby-Horsing-Vereins unter Leitung von Birgit Stute. „Steckenpferde sind weltweit ein beliebtes Kinderspielzeug“, berichtet Birgit Stute: „In Norwegen und Finnland wird Hobby-Horsing schon seit Jahren als Leistungssport mit Regelwerk und Meisterschaften betrieben. Das Hobby wird im Freien sowie in Hallen ausgeübt. Unsere Pferdchen und unsere Ausstattung sind selbst hergestellt. Kondition, Konzentration und Koordination werden gestärkt. Aber das Wichtigste: es macht Spaß. Wir zeigen eine turnierfähige Dressur, eine selbsterdachte Dressuraufgabe, Quadrillen und einen kleinen Springwettbewerb.“
Der ausrichtende Markt- und Gewerbeverein der Gemeinde Trebel bedankt sich bei den vielen Helferinnen und Helfern der Ortsfeuerwehr Trebel, ohne die der Markt gar nicht stattfinden könnte.