Gemeinde Trebel

Die Gemeinde Trebel liegt im Landkreis Lüchow-Dannenberg, dem Bundesland Niedersachsen und der Region Hannoversches Wendland. Sie ist eine von 12 Gliedgemeinden der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) und hat auf einer Fläche von 66,31 km² knapp 1.000 Einwohner in 11 Ortsteilen (Dünsche, Gedelitz, Groß Breese, Klautze, Liepe, Marleben, Nemitz, Pannecke, Tobringen, Trebel und Vasenthien).
Durch die Lage an der Nemitzer Heide, der Nähe zur Elbe und dem waldreichen Hinterland Richtung Sachsen-Anhalt ist sie auch für Touristen ausgesprochen attraktiv.

Charakteristisch sind für die Region die wasserdurchlässigen und somit sehr trockenen Sandböden. Daher haben sich viele Trockenheit liebende Pflanzen angesiedelt. Der Waldbestand besteht zum größten Teil aus Kiefernforsten, zu denen sich mancherorts viele ergiebige Blaubeerpflanzen gesellt haben.

Das Besondere am Klima im Hannoverschen Wendland ist seine extrem niedrige Niederschlagssumme und die vielen Sonnentage.

Die geringe Menge der Jahresniederschläge ergibt sich durch seine Lage im Regenschatten der ostniedersächsischen Hohen Geest, dadurch bringen die vorherrschenden Westwetterlagen unserem Raum erheblich weniger Niederschläge als vergleichbaren Orten. Da auch die im Winter oftmals länger anhaltenden Ost- und Südostlagen (Hoch über Russland) meist trockene Luftmassen mit geringer Niederschlagsneigung heranführen, zählt unser Gebiet zu den niederschlagsärmsten in Deutschland. Jahressumme der Niederschläge in Lüchow 545 mm. Der Bundesdurchschnitt liegt hingegen bei 779 mm. Was die Niederschläge betrifft, ist die Region am treffendsten als subkontinental zu bezeichnen (Physiologische Klimakarte Niedersachsens, S.287-298 in Wendland Lexikon S. 373).

Trebel von oben im Jahre 2018 © Malte Wallat

Entstehung der Landschaft

Die Landschaft im Raum Trebel wurde durch den Druck und die Wucht der Eismassen während der letzten Eiszeiten entscheidend geformt. Dabei wurden große Mengen an Sand, Kies und Steinen bewegt, die sich in mächtigen Schichten ablagerten. Diese Grundmaterialien waren und sind nach wie vor ein unerlässliches Baumaterial für Häuser und Infrastruktur im Wendland sowie ein typisches Merkmal unserer Region.

Große Flächen wurden nach der letzten Eiszeit regelrecht ausgeblasen. Dort entstanden sehr nahe dem Grundwasser die Niederungen. Gleich daneben die aufgetürmten Dünen, Sandberge mit wenig Leben, mit denen die Menschen geduldig zurechtkommen mussten. Arme oder zu nasse Böden – beides keine guten Grundlagen für ein gedeihliches Auskommen. Nicht nur in Trebel, sondern auch in allen Dörfern der „Sandregion“ des östlichen Lüchow-Dannenberger Kreisgebietes. Der Wald war neben einer eher kärglichen Landwirtschaft die einzige Möglichkeit, etwas Wirtschaftskraft zu entwickeln. Die großen Wälder gehörten aber zu der sogenannten „Adeligkeit“ nach Gartow. Nur rings um die „freien“ Dörfer entstanden arme bäuerliche Kiefernwälder. Spöttisch wurden deren Einwohner daher die „Kliesenpetter“ gerufen. Wind sorgte vor dem Strom für Energie. Windmühlen sind heute zur Stromversorgung wieder im Kommen – aber auch konfliktbelastet. Nicht immer sind sich Betreiber, Kommunen und Anwohner über deren Ansiedlung einig.

Erstaunlich immerhin, dass sich in Trebel seit dem Mittelalter über lange Zeit ein reges Marktgeschehen bis in die 1950er Jahre einstellen konnte. Die Leute kamen zusammen, um vor allem Geschäfte abzuschließen. Vieh, landwirtschaftliche Produkte, Kleidung und Haushaltswaren gab es in einer Fülle von Verkaufsständen rings um den Marktplatz und den Kirchhof. Aber auch das Vergnügen mit Bierausschank, Tanz und Musik gehörte dazu. Hier wurden manche festen Ehebande geschlossen. Der „Kieke-Markt“ und der „Griepe-Markt“ waren dafür wie geschaffen: Im Frühjahr „kieken“ (ausschauen) und im Herbst „griepen“ (zugreifen).

Text: Eckart Krüger

Das Alte Spritzenhaus

Das alte Spritzenhaus in Richtung Marleben wurde im Jahre 2016 in private Hände gegeben. Der Turm wurde bereits restauriert und man konnte das Innenleben incl. ehemaligem Gefängnis während der KLP 2016 bestaunen.

Lebensmittel

Immer noch gibt es Wendländer/innen und Touristen, die den Trebeler Bäcker und den Wendlandmarkt suchen. Wie überall ist es leider auch in Trebel so, dass ein Überleben für kleine Geschäfte nicht mehr unbedingt möglich ist.
Der Wendlandmarkt ist umgezogen nach Lüchow und hat sich vergrössert.
Der Bäcker hat geschlossen. Morgens gibt es aber Brötchen, Kartoffeln, Eier, Marmelade und weitere Lebensmittel im Nemitzer Gästehaus, letztes Haus links Richtung Nemitz.