Ortsteile

Die Gemeinde Trebel besteht aus 11 schönen kleinen Dörfern.
Bei ihrer Gründung waren viele der Dörfer Rundlinge, welches ein auffälliges Merkmal der wendländischen Dörfer ist.

Der Hauptort Trebel liegt am Rand des Gartower Forst. In der Mitte des Dorfes steht eine Kirche mit angrenzendem Friedhof. Um die Entstehung des Namens Trebel ranken sich zwei Geschichten: In der einen Überlieferung heißt es, dass der Name Trebel slawischen bzw. wendischen Ursprungs ist und sich von dem Wort „Tripolje“ ableitet, was übersetzt so viel wie „Drei Felder“ heißt. In der anderen hingegen, soll sich der Ortsname von dem Familiennamen der Gründerfamilie „Triebele“ ableiten. Weiteres siehe unter Geschichtliches.


Das Pfarrhaus und die Bauernstuben in Trebel

Groß Breese
Groß Breese ist südwestlich von Trebel an der K 4 gelegen. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von dem slawischen Wort breza=Birke ab.
Das Dorf war ursprüglich ein Rundling, der 1842 durch einen Brand weitgehend zerstört wurde. Um erneuten Feuersbrünsten die Angriffsfläche zu nehmen, bauten die Bewohner das Dorf als zweizeiliges, aufgelockertes Straßendorf wieder auf. Die Vierständer-Hallenhäuser stehen mit ihren geschmückten Giebeln zur Straße hin in einer Flucht. Große repräsentative Gebäude, die zum Teil Villen gleichen, schmücken den Ort. Bis heute wird das Ortsbild von der originalen Bausubstanz der damaligen Zeit geprägt. Mit seinem breiten Grüngürtel und der doppelzeiligen Eichenallee wirkt das Dorf besonders großzügig angelegt und bietet ein gutes Beispiel für die Umwandlung eines Rundlings in ein Reihendorf (Abenteuer dt. Landschaft, S. 140)

Dünsche
Dünsche liegt 5 km nordwestlich von Trebel an der Kreisstraße K 2. Westlich und nördlich von Trebel erstreckt sich „Die Lucie“, ein knapp 1.800 ha großes Naturschutzgebiet. Dünsche zeigt die Struktur einer Sackgasse mit Erweiterung nach Süden und Westen. Das heutige Ortsbild entstand im Wesentlichen durch den Wiederaufbau mit Vierständer-Hallenhäusern nach einem Brand im Jahre 1876, wovon der nördliche Teil des Dorfes betroffen war. Ältere Gebäude haben sich im Süden der Sackgasse erhalten. Das 1734 in Dreiständerkonstruktion errichtete Haupthaus des Hofes Nr. 2 beeindruckt durch seinen reich verzierten Giebel. Nur ein Jahr jünger ist das ungewöhnliche eingeschossige Wohnhaus am Eingang der Sackgasse (Baudenkmale in Niedersachsen Landkreis Lüchow-Dannenberg, S.180)


Gedelitz
Gedelitz befindet sich im Norden der Gemeinde Trebel und liegt zwischen der Elbe und der B 493.
Das Ortsbild wird von einer breiten Straße bestimmt, die beidseitig von hohen Eichen und breiten Grasstreifen begleitet ist. Allerdings hat sich die Bebauung nicht auf diese erstmals 1806 als Planung in einer Flurkarte verzeichnete Straße ausgerichtet und ist mittlerweile stark verändert. Allein das Vierständerhaus Nr. 4 aus dem Jahre 1840 am Westausgang des Dorfes zeigt noch weitgehend seine ursprüngliche Erscheinung. Von dem ehemaligen herrschaftichen Vorwerk der Grafen von Bernstorff hat sich nur das 1727 erbaute Verwaltungshaus, ein einstöckiger Ziegelfachwerkbau unter Halbwalmdach, erhalten (Baudenkmale in Niedersachsen Landkreis-Lüchow-Dannenberg, S.180).

Pölitz – eine Gedelitzer Strasse, die kaum einer kennt.
Zur Gemarkung Gedelitz gehört auch der kleine Wohnort Pölitz, der die Gemeinde Trebel an die Elbe grenzen lässt. Westlich von Gorleben gelegen, ist er von der Landesstrasse 256 zu erreichen. Das ehemalige gräfliche Vorwerk, das seit 20 Jahren als Wochenendwohnsitz dient, ist Teil der Samtgemeinde Lüchow, liegt aber abgeschieden zwischen Elbe und Gartower Tannen direkt am Elberadweg – ohne Strom und ohne öffentlichen Wasseranschluss.
„Pölitz“ bedeutet „Wohnplatz“ und vom ehemaligen Dorf ist nur noch ein Wohngebäude mit zwei Nebengebäuden übrig. Einst war es eine kleine Burg auf einem Hügel gewesen. Der adlige Bewohner kontrollierte von dort aus die Elbe und damit die Region zwischen Gartow und Dannenberg. In den Jahren um 1930 fiel der Hügel einer Flussregulierung zum Opfer. Das letzte verbliebene Gebäude diente den Gartower Grafen als Grenzstation an der wichtigen Strasse nach Dannenberg. Auch einen kleinen Hafen gab es, der bis in die 60er Jahre für das Verschiffen von Holz nach Hamburg genutzt wurde.

Klautze
Der kleine, noch gut ablesbare Rundling Klautze liegt 2 km nördlich von Trebel am Westrand des Gartower Forstes in unmittelbarer Nachbarschaft zu Marleben. Die einst sehr enge Bebauung um den kleinen Dorfplatz ist heute wieder aufgelockert, verändert und ersetzt worden. Lediglich in einem Hof hat sich die traditionelle Bausubstanz mit einem 1785 in Dreiständerkonstruktion errichteten Hallenhaus erhalten (Baudenkmale in Niedersachsen Landkreis-Lüchow-Dannenberg, S.180)

Klautze

Liepe
Liepe liegt an der K 3, daran grenzt das 1.800 ha große Naturschutzgebiet „Die Lucie“.
Liepe bestand ebenso wie das benachbarte Trebel aus zwei unmittelbar aneinandergrenzenden, von Osten erschlossenen Sackgassen. Straßendurchbrüche, Um- und Nachsiedlungen haben das ursprüngliche Bild verwischt. Rundlingstypische Anlagen mit Vierständer-Hallenhäusern des 19.Jh. sind noch auf fünf beineinander liegenden Höfen zu beobachten.
Westlich des Dorfes steht seit 1863 eine Windmühle, die trotz Verlustes des Windwerkes der besterhaltene Galerieholländer des Kreisgebietes ist (Baudenkmale in Niedersachsen Landkreis-Lüchow-Dannenberg, S.181).

Lieper Mühle

Marleben
Marleben ist nordwestlich von Trebel an der K 39 gelegen. An Marleben grenzt das 1.800 ha große Naturschutzgebiet „Die Lucie“.
Bis zum Ende des 18. Jh. hatte Marleben noch die Form einer Sackgasse, diese wurde 1795 durch einen Großbrand weitgehend vernichtet. Beim Wiederaufbau kam es durch Aussiedlung einiger Höfe zu der üblichen Ausdünnung der Bebauung.
Am Dorfplatz wurden zwei Höfe neu erbaut. Die damals errichteten Zweiständer-Hallenhäuser sind weitgehend erhalten geblieben, während südlich des Dorfplatzes 1883 abermals ein Brand wütete. (Baudenkmale in Niedersachsen LK Lü-Dan).


Nemitz

Nemitz liegt südöstlich von Trebel. An Nemitz grenzt die Nemitzer Heide, ein 550 ha großes Heidegebiet, das im Naturpark Elbhöhen-Wendland liegt.
Nach einem Großbrand im Jahr 1815 bauten die Dorfbewohner ihren Ort als zweizeiliges Reihendorf wieder auf. Die ehemalige dichte Bebauung wurde zugunsten einer aufgelockerten Bauweiseaufgegeben. Aus dem ehemals birnenförmigen Rundlingsdorf wurde ein langgezogenes Straßendorf. Die Höfe wurden wieder mit Hallenhäusern in Vierständerbauweise besetzt. Die Wirtschaftsgiebel zeigen zur Dorfstraße. Die Gebäude haben gleiche Abstände zueinander und richten sich in einer Flucht zur Straße hin aus.
Das Ortsbild wird von breiten Grünflächen und einer Lindenallee geprägt. Nemitz zählt zu den schönsten Orten im Wendland und wurde mehrfach ausgezeichnet. Ein Dorf, dass es an Reiz und Beschaulichkeit nicht mangeln läßt (Abenteuer Deutsche Landschaft, S. 139f.).

Pannecke

Pannecke liegt nordwestlich von Trebel, zwischen der Elbe und der B 493. An Pannecke grenzt das 1.800 ha große Naturschutzgebiet „Die Lucie“. Bei dem ältesten Gebäude des Dorfes handelt es sich um ein Zweiständerhaus aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Tobringen

Tobringen ist südwestlich von Trebel an der Bundestraße 493 gelegen.
Der alte Rundling Tobringen, von dem Reste im Westteil des Dorfes erhalten blieben, hat sich seit Mitte des 19. Jh. teilweise aufgelöst. Der alte Dorfplatz wurde verkleinert, ein neues Wegesystem angelegt und der Ort nach Osten und Süden erweitert. Das früher dominierende Hallenhaus ist nur noch in wenigen und z.T. veränderten Exemplaren vorhanden. (Baudenkmale in Niedersachsen Landkreis-Lüchow-Dannenberg).

Vasenthien
Vasenthien ist westlich von Trebel zwischen Elbe und B 493 gelegen und zeigt die Struktur eines Rundlings. Aus- und Nachsiedlung sorgen allerdings für erste Auflösungserscheinungen. Ein seltenes Gebäude aus dem frühen 18. Jh. steht noch auf einem Hof. Der Stall mit zusätzlichem Bergeraum wurde offenbar aus älteren Gefügeteilen, darunter ein Dielensturz mit der Jahreszahl 1654, erbaut.

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